Nachdem die Telekom ihre Pläne zur Datendrosselung bekannt gab, muss sie zunächst aufgrund massiver Proteste zurück rudern. Dabei macht sie gerade einen extremen Spagat. Zum Einen kamen die Pläne der indirekten Preiserhöhung bei den Aktionären gut an, zum Anderen besteht die Gefahr, das dem ehemaligen Monopolisten noch mehr Kunden davonlaufen.
Die neueste Nachricht lautet, dass die Geschwindigkeit nicht mehr auf 364kBit/s reduziert wird sondern auf 2000 kBit! Damit kann man zumindest noch Webseiten aufrufen. Bei Videos wird es schon Problem geben und wenn mehrere Personen die Anschluß nutzen, wird gar nichts mehr funktionieren. Wenn man den Pressesprechern aufmerksam zuhört, muss man feststellen, dass Telekom eigentlich gar keinen Plan hat. Man will abwarten, wie sich der Markt in den kommenden zwei Jahren entwickelt.
Die Telekom muss aufpassen, dass sie sich nicht noch die restlichen Kunden vergrault. Zumal Vodafone schon in den Startlöchern steht und Gerüchten zufolge den Kabel-Anbieter Kabel-Deutschland übernehmen will.
Sollte Vodafone Erfolg haben, könnte man der Telekom in allen Geschäftsbereichen des ehemaligen Monopolisten Konkurrenz machen. Und dabei würden die rosa Drosselungspläne Vodafone sicherlich in die Karten spielen.