Es gibt kaum einen Tag, an dem nicht neue Enthüllungen von Edward Snowden zu hören oder zu lesen sind.
Heute schreibt der "SPIEGEL", dass selbst Android - Spieleapps von den Geheimdiensten genutzt werden um weitere Informationen über die User zu erhalten. "Angry Birds" und Co. helfen somit, bei der Identifzierung des Spielers. Wie so oft in letzter Zeit, sollen diese Informationen aus den Unterlagen von Edward Snowden stammen. Die Geheimdienste sollen demnach Werkzeuge entwickelt haben, die es erlauben, Sicherheitslücken vieler Apps auszunutzen. Die gekaperten Daten sollen Alter, Geschlecht und Aufenthaltsort des Spielers übermitteln. Das nebenbei auch Handymodell und Bildschirmgröße gesendet werden, ist nun nicht unbedingt ein Highlight - das kann jeder Webseiten-Betreiber heraus finden - ebenso, wie den Aufenthaltsort.
Zugegeben, diese Meldungen reißen einen nicht mehr vom Hocker! Es wundert mich vielmehr, warum es nicht schon vor Jahren einen Aufschrei gab, als Google mit Google Earth und Picasa PC-Benutzer identifizieren konnte. Ist ja auch ganz einfach: Die Tools von Google hatten Zugriff auf die gesamte Festplatte des Rechners. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass Google zumindest Festplattenkennungen, IPs und Standorte an die Zentrale geschickt hat. Damals glaubte ich noch, das diene dazu um Adsense Benutzer zu entlarven, die eigene Anzeigen anklicken um damit Geld zu verdienen. Heute könnte ich mir vorstellen, dass die uns wohlbekannten Geheimdienste jede Software, die eigenständig eine Internetverbindung herstellen kann, auch vertrauliche Daten übermitteln kann. Dazu braucht man keinen Trojaner!
Ich muss an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine Behauptungen natürlich reine Spekulation sind. Allerdings wüsste selbst ich, wie man den Datenklau bewerkstelligen könnte.
Ich verschmelze in diesem Beitrag bewußt die NSA und Google, da ich den starken Verdacht habe, dass Google von bestimmten Interessensgruppen mit neuester Technologie und unbegrenzten Geldmitteln ausgestattet wurde. Wer kann schon glauben, dass ein neu gegründetes Unternehmen, mit dem damaligen Hauptprodukt "werbefreie Suchmaschine", einen solchen Aufstieg ohne fremde Hilfe schaffen konnte. Vielleicht sogar ohne Wissen der Geschäftsführung.
Fazit: Die ganzen Pressemeldungen kann man sich eigentlich sparen. Jeder sollte sich im Klaren darüber sein, dass Informationen, die irgendwie zugänglich sind, auch gespeichert werden. Im Moment versucht man mit allen Mitteln, zu den gesammelten Daten auch die passenden Gesichter (Fotos) zuzuordnen.
Was mich allerdings irritiert ist, dass es im Moment nur NSA und GCHQ sind, die die Bösen sein sollen. Man sollte nicht so blauäugig sein und denken, dass China, Russland, Indien, Frankreich und Deutschland nur staunend zusehen, was die Amerikaner machen. Die Krönung wäre allerdings, wenn ein fremdes Land sich in die Computer der NSA eingehackt hätte. Mal ganz ehrlich: Warum sollte man teuere Infrastruktur und Rechnerkapazitäten kaufen, wenn man weiß, wo sich die Informationen befinden. Ich würde jedenfalls nicht darauf wetten, dass die Zugänge und Verschlüsselungen der NSA unknackbar sind!
Fast hätte ich's vergessen: Spionage hin oder her. Ohne Google würden wir sicher noch mit Lynx oder dem Mosaik-Browser im Netz surfen - mit 14.400Baud. Jedes Ding hat zwei Seiten.
29.01.2014